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Mache etwas aus deinen Freiheiten!

Henryk Cichowski – souveräne Menschen benötigen souveräne Gemeinschaften und umgekehrt

 

Realitätstaugliches sowie strategisches Denken und Handeln hilft tatsächlich weiter.

Freiheit wird in der Regel als die Möglichkeit verstanden, ohne Zwang bzw. Fremdbestimmung zwischen unterschiedlichen Möglichkeiten auszuwählen und selbstbestimmt entscheiden zu können. (Wikipedia)

Freiheit bezeichnet allgemein einen Zustand der Autonomie bzw. der Souveränität von Menschen.

Dabei übernimmt der demokratische Staat die Sicherung der Freiheit der Bürger unter der Herrschaft des gleichen Rechts für alle und gegen alle. Die Gemeinschaft soll so den Individuen die Freiheit zur Ausbildung von Individualität gewährleisten.

„Heute geht es nicht mehr um mehr Freiheiten, sondern um mehr Tatkraft, um aus den Freiheiten etwas zu machen. Die Volksbewegung in der DDR 1989 war das bisher bedeutendste Beispiel, wie mündige Bürger ihre Freiheiten einforderten. Heute beklagen sehr viele, dass man mit diesen Freiheiten wenig anzufangen wusste.

Was heißt das, seine Freiheiten zu nutzen? Wie macht man das, mit welchen Mitteln – und zwar im immerwährenden Alltag des Lebens? Die Antwort lautet: Man muss es lernen, wie man lernen musste zu lesen, zu schreiben und zu rechnen, mit dem Auto als Verkehrsteilnehmer zu bestehen, sein Konto sinnvoll zu verwalten und Steuererklärungen abzugeben.

Mündig ist, wer sein eigenes wohl verstandenes Interesse kennt, anstatt sich zum Instrument fremder Interessen machen zu lassen. Aber erst ein professionalisierter Bürger weiß um die Mittel, mit denen er sein gutes Recht durchzusetzen vermag.

Dabei lässt er sich durch Enttäuschungen nicht erschüttern, sondern verfolgt seine Ziele mit nicht nachlassender Energie – auch in Perioden relativer Ohnmacht.

Es liegt in der Logik des Handelns aufgeklärter Bürger, dass sie gleichermaßen mit dem Erfolg wie mit dem Scheitern rechnen können.

Sonst würden sie nur haltlosem Wunschdenken folgen.

Erst die realistische Annahme, dass man mit dem Scheitern ebenso zu rechnen hat wie mit dem Erfolg, macht den Profi.

Das haben die Bürger von den Militärs gelernt, die das strategische Denken ausbildeten. Strategie bezeichnet das Wissen um Handlungsmöglichkeiten nach einer erlittenen Niederlage.“ Aus: bazonbrock.de/werke/

Frei ist, wer die Freiheiten auch tatsächlich nutzt. Um Handlungsmöglichkeiten auszuloten und strategisch zu nutzen, sollte man sich zunächst nachfolgende Fragen ehrlich und nach bestem Wissen und Gewissen beantworten.

  • Was bedeutet eine selbstbestimmte und souveräne Lebensführung (Freiheit) für mich und wo liegen die Grenzen der Freiheit (Gesetze und Gebote und sonstige Regelungen)?
  • Was muss ich an Fremdbestimmtheit zulassen?
  • Was sind meine Gedanken und was treibt mich wirklich an? (Gedankenwelt / Motivation)
  • Weiß ich überhaupt, was ich will? (Wille und Interessen bzw. Ziele)
  • Darf ich, was ich will? (Gesetzte / Gebote / Regeln des Miteinanders)
  • Was kann ich? (Können – Bewusstsein)
  • Kann ich auch, was ich will? (Möglichkeiten – Bewusstsein)
  • Was kann ich nicht selber, was ich will? (Nichtkönnen – Bewusstsein / Angewiesenheit auf Andere)
  • Habe ich die Möglichkeit, dass was ich will und kann, auch umzusetzen? (Möglichkeiten-Spektrum)
  • Bin ich dazu in der Lage, was ich will, kann und darf auch tatsächlich zu tun bzw. bewusst zu unterlassen? (Umsetzungskompetenz / Volition)
  • Tue ich grundsätzlich die richtigen Dinge? (Strategisches Denken und Planen in den Kategorien der Effektivität / Wirksamkeit)
  • Tue ich die richtigen Dinge gut? (operatives Denken und Handeln in den Kategorien der Effizienz / Aufwand und Nutzenrelation. Handeln wir so, dass das gesteckte Ziel im gewünschten Umfang sowie in angemessener Güte und Zeit erreicht wird?)

Die Freiheit optimal im Lebensalltag und bei der Lösung von Problemlagen zu nutzen, bedeutet aber auch, sich möglichst gut auszukennen. Denn je weniger wir die konkreten Sachverhalte verstehen können, desto größer wird der Druck zu kommunizieren, d.h. sich in der Welt zu orientieren / verständigen, ohne sie zu verstehen.

Hierbei hilft ein Denken und Handeln, das sowohl speziell (sich auf etwas Einzelnes, auf ein Teilgebiet beziehend, ins Einzelne gehend) als auch generell (allgemeingültig, grundsätzlich, insgesamt sehen) angelegt ist.

Auch hilft es die Dinge aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. D. h. u. a. Sachverhalte, Probleme und Situationen auch aus dem Blickwinkel anderer zu betrachten und zu bewerten.

So bleiben wir bei der Bemeisterung unserer Alltagsprobleme dran und sind sind im Denken und Handeln anschlussfähig in der Beziehung zur Welt und den anderen Weltbürgern.

Siehe auch:/ueberleben-in-einer-umkaempften-welt/