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Protest durch Affirmation

Manchmal lohnt es sich nicht oder es ist aussichtslos, sich im ständigen Neinsagen oder Dagegenhalten zu verkämpfen und aufzureiben.

Der Protagonist Josef Schwejk (im Original Josef Švejk) ist ein satirisch überzeichneter Prager Charakter, der sich mit List und Witz durchs Leben schlägt und als Soldat im Ersten Weltkrieg  mit Chuzpe und übertriebenem Gehorsam Missstände offensichtlich macht.

Schwejk wurde mit seiner Art der „Pflichterfüllung“ zum Vorbild für unzählige Autoren, Kabarettisten, Darsteller und Lebenskünstler, die die Bürokratie, die Monarchie, die Armee, den Krieg, das Krankenhaus oder einfach den „alltäglichen Wahnsinn“ zum Ziel ihrer satirischen Federzüge und Sprachübungen machten.

https://www.youtube.com/watch?v=Y8vOKm_r5LM

In Deutschland wurde der Stoff unter anderem von Axel von Ambesser  verfilmt, mit Heinz Rühmann in der Hauptrolle. Diese Fassung von 1960 gilt allerdings als wenig originalgetreu;

Hašeks radikale Kritik an staatlicher und kirchlicher Obrigkeit wird deutlich abgeschwächt.

Henryk Cichowski – Augen auf