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„Freiheit“ – und der Versuch von Diktatoren, sie abzuschaffen

Es heißt: „Freiheit für alle Menschen“ und „der Mensch lebe nicht vom Brot (dem Materiellen) allein“

In totalitären / autokratischen Regimen mit fundamentalistischen Dogmatiken wird der Versuch unternommen, die individuelle Freiheit von Menschen der Autorität des / der Herrschenden zu unterwerfen.

Die Menschen sollen sich nicht nur (passiv) unterwerfen, nein sie sollen sich möglichst (aktiv) leidenschaftlich mit Leib und Seele dem FÜHRER und seiner HERRSCHAFTSKULTUR unterwerfen.

Es wird versucht den Menschen einzureden, dass die Menschen für ein Leben in individueller Freiheit zu schwach und zu lasterhaft sind.

Stattdessen wird ihnen suggeriert, in der Unterwerfung unter eine Herrschaftskultur „frei“ und „unbeschwert“ leben zu können. Mit der Unterwerfung entledigen sie sich so „der Qual der freien persönlichen Entscheidung“.


In der Vergangenheit der Menschheitsgeschichte sind alle Ideologien und alle Regime mit autokratischen Führern und autokratischer Herrschaftskultur gescheitert.


Ihr Unterfangen, den freiheitsliebenden Menschen einzureden, dass Freiheit ihnen schadet bzw. sie zum Leben in Freiheit nicht geeignet seien, ist bis dato „Gott sei Dank“ immer fehlgeschlagen.

Aber stets aufs Neue wird einer neuer grauenhafter Versuch unternommen!

Höre und lies dazu – aus Fjodor Michailowitsch Dostojewski (geboren am 11.11.1821 in Moskau) – Der Großinquisitor / Diktator / Gewaltherrscher:

Der Mensch lebe nicht vom Brot allein. …
Aber. Der Erdgeist erhebt sich dagegen. Knechtet uns lieber, aber macht uns satt.

Die Menschen werden auch zu der Überzeugung gelangen, dass sie niemals frei sein können, weil sie kraftlos, lasterhaft, nichtig und rebellisch sind.

Aber wir (die Herrscher) werden sagen (lügen / vortäuschen), wir seien christlich gesinnt und herrschten in Gottes Namen.

Denn: Der Mensch möchte nur etwas anbeten, was bereits unbestritten ist, so unbestritten, dass alle Menschen zugleich sich zu einer gemeinsamen Anbetung erklären.

Um der gemeinsamen Anbetung willen vernichten Menschen einander mit dem Schwert. Sie schufen sich Götter und riefen einander zu: Verlasst eure Götter und kommt her, die unsrigen anzubeten.

Denn das Geheimnis des menschlichen Daseins liegt nicht darin, lediglich zu leben, sondern darin, für irgendein Zweck zu leben. Hat der Mensch keine feste Vorstellung von dem Zweck, für den er lebt, so mag er nicht weiterleben und zieht die Selbstvernichtung dem Verbleiben auf der Erde vor, mögen auch noch so viele Brote um ihn herumliegen.

Freiheit – warum bist du jetzt gekommen, uns zu stören?

Denn wem anders steht es zu, über die Menschen zu herrschen, als denen die das Gewissen der Menschen in ihrer Gewalt haben und in deren Händen das Brot des Menschen ist?

Sie werden selbst einsehen, dass wir damit recht haben; denn sie werden sich erinnern, zu welcher schrecklichen Sklaverei und Verwirrung sie die „Freiheit“ gebracht hatte. Die Freiheit, die freie Vernunft und die Wissenschaft werden sie in …Schluchten führen … sie werden zu unseren Füßen herankriechen und uns zuheulen: Ja ihr hattet recht … rettet uns vor uns selbst.

Oh, wir werden sie schließlich überreden, ihren Stolz abzulegen; denn Du hast sie emporgehoben und sie dadurch gelehrt, stolz zu sein: wir werden ihnen beweisen, dass sie schwach sind, dass sie nur armselige Kinder sind, dass aber das Glück von Kindern süßer ist als jedes andere. Sie werden schüchtern werden und zu uns aufblicken und sich ängstlich an uns drücken wie die Küken an die Henne. Sie werden uns anstaunen und fürchten und stolz darauf sein, dass unsere Macht und Klugheit uns befähigt hat, eine so störrische Herde von tausend Millionen zu zähmen.

Wir werden sie zwingen zu arbeiten; aber in den arbeitsfreien Stunden werden wir ihnen das Leben zu einer Art kindlichen Spieles gestalten, mit Kinderliedern, Chorgesängen und unschuldigen Tänzen. Oh wir werden ihnen auch die Sünde erlauben; sie sind schwach und kraftlos und werden uns wie Kinder dafür lieben, dass wir ihnen gestatten zu sündigen. Wir werden ihnen sagen, jede Sünde könne wiedergutgemacht werden, sofern sie mit unserer Erlaubnis begangen sei; wenn ihnen aber von uns gestattet werde zu sündigen, so habe das seinen Grund in unserer Liebe zu ihnen; die Strafe aber für diese Sünden seien wir bereit, auf uns zu nehmen.

Sie werden sich uns mit Lust und Freude unterwerfen … weil wir sie von der großen Sorge und der jetzigen furchtbaren Qual der freien persönlichen Entscheidung befreien.“
Zitate aus: Fjodor Dostojewskij – Der Großinquisitor.

„Wir erfüllen unsere Normen, unsere Prinzipien, was wir sagen, ist immer die Wahrheit. Wenn jemand diese Wahrheit in Zweifel ziehen möchte, soll er das tun, aber wir werden nie zulassen, dass jemand den Versuch unternimmt, unsere Realitäten zu überprüfen, dass jemand versucht, unsere Wahrheiten zu widerlegen.“
Fidel Castro in einem Interview mit der amerikanischen Fernsehreporterin Barbara Walters – (Die erfundene Wirklichkeit – konstruierte Wirklichkeit – von Gewaltherrschern zum Zwecke der Unterwerfung von Menschen).

Henryk Cichowski – Acryl auf Leinwand

Charlie Chaplin – Der große Diktator – Schlussrede